Video Ilzerland

Entdecke das Unerwartete - Ilzer Land

 

 Gabreta auf Facebook

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind Partner von:

VR Gold Karte

Waffen

Keltische Waffen

Der Speer war die Hauptwaffe und das Symbol des Kriegers. Der griechische Schriftsteller Strabon bemerkt, dass der Keltische Krieger zwei Arten von Speeren Trug: einen schweren, großen als Stichwaffe und einen Leichteren, Kleineren der sowohl als Wurfgeschoß als auch im Nahkampf eingesetzt werden konnte.
Das Schwert war die Waffe der hoch angesehenen Krieger. Ein Schwert zu tragen war der Ausdruck von hohem Status und Prestige. Daher sind viele Schwerter und Schwertscheiden aufwendig mit teuren Metallen und Steinen verziert. Im Gegensatz zu der Aussage von Polybius, nach der die Klinge bald so verbogen war, dass die Krieger sie im Kampf mit dem Fuß geradebiegen mussten haben archäologische Funde ergeben, dass keltische Schwerter hohe Qualität besaßen, sie waren flexibel und besaßen eine harte Schneide. 

Vielleicht verwechselte Polybius dies mit der rituellen „Tötung“ eines Schwertes durch dessen absichtliches Verbiegen bei Beerdigungszeremonien, oder der Opferungen an die Götter.

Pausanias schreibt in seinem Bericht über die Gallater, dass ihre einzige Defensivwaffe ihre Schilde waren. Daraus kann man ableiten, dass Kettenhemden auch von galatischen Adeligen nicht getragen wurden und dass die Form ihrer Schilde für griechische Betrachter charakteristisch war. Nach Livius waren galatische Schilde „lang und länglich“ in der Form, dies wird durch archäologische Funde gestützt.
Helme waren bei keltischen Kriegern ein seltenes Bild. Der Helm war wiederum ein Symbol für Reichtum und Status. Viele Helme waren mehr zur Zierde als zum Krieg zu gebrauchen, wie an den herausragenden Funden des gehörnten Waterloo Helmes und dem Helmfund aus Ciumesti in Rumänien, welcher komplett mit einer Rabencresta gefunden, wurde verdeutlicht wird. Aus diesen figurativen Darstellungen können wir erschließen welche symbolisch mystische Bedeutung diese Tiere, wie Raabe und Wildschwein für die keltischen Krieger hatten.

BogenschützenDie bereits erwähnten Kettenhemden waren noch seltener als Helme unter den Kelten zu finden. Diese trugen nur adelige Krieger von höchstem Rang. Reste von eisernem Kettengeflecht erscheinen zum ersten Mal in Gräbern des frühen 3. Jahrhunderts v. Chr. und man nimmt an, dass es von keltischen Waffenschmieden etwas vor 300 v. Chr erfunden wurde.
Weder der Bogen noch die Schleuder nahmen eine große Bedeutung in der keltischen Kriegsführung ein. Für den Bogen gibt es nur wenige archäologische Befunde, obwohl einige eiserne Pfeilspitzen bei Ausgrabungen in der Gegend von Alesia in Gallien gefunden wurden. Für Schleudern gibt es ausreichend Funde. Riesige Halden von Schleudersteinen wurden in einigen Höhenburgen im südlichen Britannien gefunden, ein Hinweis darauf, dass ihr Gebrauch einen wichtigen Anteil an der Verteidigung dieser Plätze hatte. Nichtsdestotrotz werden Schleuderer bei keiner Schlachtenbeschreibung erwähnt.

Bei der Schlacht um Gallien soll Vercingetorix in einer verzweifelten Situation die Bogenschützen aus ganz Gallien zusammenrufen lassen nachdem er bei der Belagerung von Avaricum hohe Verluste hinnehmen musste. Dies zeigt uns, dass Bogenschützen wohl nicht als reguläre Truppen angesehen wurden. In den folgenden Belagerungen von Gergovia und Alesia kämpften dann Schleuderer und Bogenschützen an der Seite der Verteidiger.
Die Fernkampfwaffen waren keine Waffen für einen keltischen Krieger. Dieser wollte sich im einzelkampf Mann gegen Mann mit Schwert und Speer messen und gewinnen. Jemanden aus der Distanz mit einem Pfeil niederzustrecken und dann nicht einmal sicher zu wissen wer wen erlegt hatte, wo war da der Ruhm? 

Weiterführende Literatur:

Allen, Stephen; Reynolds Wayne: Celtic Warrior. 300 BC- Ad 100, Oxford 2004.

Copyright, Gestaltung & Umsetzung - Bayerwald Media GmbH - 2010-2013