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Töpferei

 Dieses urnenfelderzeitliche Haus geht auf einen Befund von Künzing zurück und repräsentiert somit die älteste Epoche. Bei einer Gebäudehöhe von ca. 6 m steht eine Innenfläche von 35 m² zur Verfügung. Die Wände sind wieder aus Flechtwerk aufgebaut. Dafür wurden ca. 900 Haselruten mit einer Länge von jeweils 2-3 m verwendet.
Auch dieses Dach wurde mit Ried gedeckt. Die Haltbarkeit derartiger Dachkonstruktionen kann man an diesem Gebäude gut feststellen. Das Dach wurde als erstes gedeckt und steht seit über zehn Jahren. Die Wände werden auch in ausreichendem Maße vom Dach geschützt.

Es zeigte sich, dass bei der Verwendung von Schindeln eine längere Lagerung derselben angebracht ist, da sie sonst zur Verformung bzw. zum Zerspringen neigen. Somit konnte das Material nicht sofort eingesetzt werden. Schilf oder Ried hingegen kann sofort verarbeitet werden. Dies ist sicher ein Vorteil, der für eine bevorzugte Verwendung dieses Material spricht, soweit es zur Verfügung stand.
Diese Haus wird als Töpferei verwendet werden.

Fundort: Künzing /Deggendorf
Zeitstellung: urnenfelderzeitlich (12.-9. Jh.v.Ch.)

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